Wie Schicksal zur Chance werden kann...

Da fängt die liebe Alice H. mit Freunden auf einem Firmengelände ein Kaninchen ein. Bringt es zu uns mit dem Versprechen es bei sich aufzunehmen, wenn sie ein schönes, grosses Gehege gebaut hat - denn Käfighaltung geht ja gar nicht. Zudem sollte es ja auch eine Partnerin bekommen, Vergesellschaftung sollte auch bei uns im Vorfeld stattfinden. In der Zwischenzeit wurde uns ein weiteres eingefangenes Kaninchen gebracht. Diesmal von Nicole H.. Franz ist ja kastriert worden, und mit Lissy hat er sich auf Anhieb verstanden. Gestern durften sie dann zusammen in ihr neues Leben ziehen. Hier das erste Foto von den Beiden. Zusammen schauen sie sich vom Dach ihres Wohnzimmers ihr neues Heim an. Wir freuen uns !!! Danke an alle, die mit ihrem Einsatz zwei Seelchen vor einer ungewisser Zukunft gerettet haben.


Jungdohle mit schweren Mangelerscheinungen. Je nachdem wo Wildvögel ihre Nester haben, kann es sein, dass aufgrund Pestizideinsatz oder Insektenbekämpfung nicht genug artgerechte Nahrung für ein gesundes Wachstum der Jungtiere gefüttert wird. Dohlen z.B. füttern bei Nahrungsknappheit auch Lebensmittelreste. Dass sie zwar sättigen, aber keineswegs nahrhaft sind zeigt dieses Bild einer Jungdohle, die so keinerlei Überlebungschancen gehabt hätte, wäre sie nicht aufmerksamen Tierfreunden aufgefallen. Wir haben sie der Wldvogelrettung weitergeleitet, dort wird sie nun solange bleiben und mit hochwertigem Futter versorgt, bis sie durchmausert und dann wieder in die Freiheit darf. Solche Erscheinungsbilder können zwar auch bei einer Pilzerkrankung oder Virus auftreten, konnte jedoch durch den Vogeldoktor ausgeschlossen werden.

Es zeigt was für Kreise ein Eingriff in die Natur durch den Menschen ziehen kann. Vielleicht mag jeder für sich selbst entscheiden, ob Insekten, Schnecken, sog. Unkraut etc wirklich so furchtbar schlimm sind. Sie sind ja immerhin ein wichtiger Teil in einem gesunden Kreislauf der Natur. Denn nicht nur Vögel, sondern auch Igel werden uns immer wieder mit Vergiftungs-, oder Mangelerscheinungen zu uns gebracht. Bienen und Hummeln sind ebenso immens wichtig für die Bestäubung von Obstbäumen etc. Auch sie werden zunehmend verdrängt. Viel zu leichtfertig wird mit giftigen Präparaten hantiert und teilweise für jedes Tier zugänglich ausgebracht, das ist nicht nur für Wildtiere gefährlich- auch Hunde und Katzen können sich schwere Vergiftungen zuziehen. Vielleicht mag jeder Gartenbesitzer den Einsatz von Giftmischungen überdenken. Der Natur zuliebe.


Nicht Fuchs und Hase, aber Huhn und Has und Katz sagen sich gute Nacht bei uns. Am Wochenende konnten wir wieder 7 Dohlen, eine verletzte Ringeltaube und Amseln auffangen. Gestern zogen dafür 4 Dohlen und 2 Tauben wieder weiter zur Auswilderung in kompetente Hände. Wünschen allen einen schönen Sonntagabend... auch wenn wir uns erst damit abfinden müssen, dass Yoda nicht mehr da ist. Das Huhn im Vodergrund ist zum Päppeln hier- wieder mal eines aus dem Legebetrieb- bis zur nächsten Mauser ist sie wieder in voller Pracht!


Yoda - Eines der größten Sonnenscheinchen des Tier Refugiums hat aufgehört zu strahlen...

Bei Yoda wurde FIP diagnostiziert, es ging ihm noch einge Wochen gut und doch wussten wir, dass die Krankheit jeden Tag mit voller Wucht zuschlagen konnte. Wir durften ihm noch eine sehr intensive und schöne Zeit bescheren. Doch seit gestern ging es ihm schlecht. Heute morgen erbrach er sich heftig und das Atmen fiel ihm schwer. Während wir auf den Tierarzt gewartet haben, sind wir zusammen noch einmal durch das Refugium, zu seinen Lieblingsplätzen, am Wasser war er z.B. besonders gerne.

Unter dem Kirschbaum, dem Lebensbaum des Tier Refugiums, konnte er dann in Liebe gehüllt, friedlich bei schönem Sonnenschein, Vogelgezwitscher und in Michaels Armen in Ruhe von uns gehen. Danke an das Praxisteam Dr. Otten, THP Marion Frömming und Dr. Hans-Jörg Turek für die liebevolle Begleitung und dass es uns ermöglicht wurde, dass Yoda in seiner gewohnten Umgebung einschlafen durfte.

Komm gut über die Regenbogenbrücke, geliebter Yoda...


Yodas Tod haut uns gerade ziemlich um und fühlen uns wie gelähmt. Wir brauchen eine kurze Auszeit! Bitte habt Verständnis dafür.

Es wurde wieder mal Zeit für eine kleine Foto-Session. Abends um 21 h ist für die einen schon mitten in der Nacht, für die anderen geht es jetzt erst richtig los. Auf dem Bild ist unsere Alice beim Chillen. Auf FB sind hier noch viele andere Bilder von Zwei- und Vierbeinern.