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Unser kleines Igelkind, schläft bei der Bauchmassage nach dem Fläschchen ein. Dann kann man auch endlich ein Foto machen das nicht verwackelt ist.


Nach der Erstversorgung im Tier Refugium Wegberg durfte der kleine Buntspecht zu Karen Bülles umziehen. Dort warteten andere Jungspechte auf ihn und können so in Gesellschaft aufwachsen. Wir sind immer auf alle Tierarten vorbereitet - Kühltruhe hält immer Insekten und Würmchen und anderes spezielles Futter bereit, damit wir stets die Erstversorgung übernehmen können. Danke Karen für die Übernahme.


Update 20.06.2016 - Gute Reise, Lenny! Komm gut über die Regenbogenbrücke. Leider hat sich der Verdacht bestätigt. Lenny hatte einen großen Tumor, der bereits Kiefer und Gesichtsbereich angegriffen hatte. Zudem sehr schlechte Leber-, und Nierenwerte, Leukose sowie auch noch FIV.... Der arme Lenny hat alles mitgenommen.... es ist besonders schwer, wenn man glaubt, man hätte ein Leben gerettet und es wird alles gut, und dann bekommt man die volle Breitseite um die Ohren gehauen... Wir konnten ihm einen qualvollen Tod auf der Strasse ersparen - auch wenn dies nur ein schwacher Trost ist. Run free..... 
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Update 18.06.2016 - Der Kater, wir haben ihn Lenny getauft, ist auf Station in tierärtztlicher Behandlung. Es geht ihm nicht gut. Lenny wird erst einmal durchgecheckt, Blutbild usw. und sein Zustand stabilisiert.
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Traurige Ereignisse trüben unseren Alltag. Wären da nicht alle Notfellchen die uns brauchen, so würde man sicher in die Knie gehen. Vielleicht ist es nicht gut, wenn man Trauer verdrängt. 

Doch was soll ich z.B. diesem Kater erzählen, der dringend Hiilfe benötigt? Seit Wochen versuchen wir ihn einzufangen, er hat die Falle immer gemieden, jeden Abend habe ich ihm Futter dagelassen. Heute Abend, nach dem vorzeitigen Einzug Italiens ins Achtelfinale (früher wäre ich feiern gegangen) habe ich mir Falle und was zu lesen geschnappt und hatte mich auf eine lange Wartezeit vorbereitet. Vielleicht wäre auch mal Zeit gewesen, mir Notizen zu machen und den Gedanken nachzuhängen. Er lag zusammengekauert und schlafend im Grünstreifen zwischen Aldi Rath-Anhoven und dem Sonnenweg.

Ein Spaziergänger mit Hund verscheuchte ihn unbeabsichtigt. Zu Fuß habe ich ihn eine Zeitlang verfolgt um zu sehen wo er sich verkriechen würde. Doch er legte sich mitten auf eine Rasenfläche und schlief weiter. Versuchte ihn im Schlaf einzufangen, es gelang mir nur ihn zu fotografieren. Dann ging er weiter zur Baustelle. Er wusste, dass er da Pfützen finden würde, denn er ging gezielt dahin und trank sehr lange. Dann starrte er in die Leere...eine ganze Zeitlang. Irgendwann hat er aber das Futter in der Falle gerochen und ging gierig hinein. 

Er sieht schlecht aus, ist dreckig, abgemagert und hat etwas am Auge. Nun hoffe ich, dass er keinen Tumor hat, denn unterhalb des Auges ist eine ziemlich große Schwellung zu sehen. Ich wette, ohne pessimistisch sein zu wollen, dass er auch ganz schlimme Zähne und/oder eine Mundhöhlenvereiterung hat. Als ich ihn zum Auto trage, setzt der Starkregen ein.... es ist das letzte Mal, dass er Schutz vor Regen suchen muss- das verspreche ich ihm leise.
Er ist jetzt im Warmen und Trockenen, hat einen vollen Napf und morgen geht es zum Tierarzt. 

Heute ist es etwas emotionaler geworden, etwas länger als sonst. Es hilft mir weiterzumachen wie bisher, auch wenn alles etwas schmerzhafter ist und ich zu nah am Wasser gebaut habe. Ein herzliches Dankeschön den vielen Anwohnern in Rath-Anhoven, die uns in den letzten Wochen immer wieder Sichtmeldungen des Katers durchgegeben haben. Es tut gut zu wissen dass stumme Hilfeschreie unserer Mitgeschöpfe nicht unerhört bleiben. Vielleicht weiss jemand etwas zu diesem Kater ? Es ist jedenfalls ein kleiner Streuner, das nehmen wir aufgrund seines Verhaltens an. 

Herzlichst, Antonia 


Wie Schicksal zur Chance werden kann...

Da fängt die liebe Alice H. mit Freunden auf einem Firmengelände ein Kaninchen ein. Bringt es zu uns mit dem Versprechen es bei sich aufzunehmen, wenn sie ein schönes, grosses Gehege gebaut hat - denn Käfighaltung geht ja gar nicht. Zudem sollte es ja auch eine Partnerin bekommen, Vergesellschaftung sollte auch bei uns im Vorfeld stattfinden. In der Zwischenzeit wurde uns ein weiteres eingefangenes Kaninchen gebracht. Diesmal von Nicole H.. Franz ist ja kastriert worden, und mit Lissy hat er sich auf Anhieb verstanden. Gestern durften sie dann zusammen in ihr neues Leben ziehen. Hier das erste Foto von den Beiden. Zusammen schauen sie sich vom Dach ihres Wohnzimmers ihr neues Heim an. Wir freuen uns !!! Danke an alle, die mit ihrem Einsatz zwei Seelchen vor einer ungewisser Zukunft gerettet haben.


Jungdohle mit schweren Mangelerscheinungen. Je nachdem wo Wildvögel ihre Nester haben, kann es sein, dass aufgrund Pestizideinsatz oder Insektenbekämpfung nicht genug artgerechte Nahrung für ein gesundes Wachstum der Jungtiere gefüttert wird. Dohlen z.B. füttern bei Nahrungsknappheit auch Lebensmittelreste. Dass sie zwar sättigen, aber keineswegs nahrhaft sind zeigt dieses Bild einer Jungdohle, die so keinerlei Überlebungschancen gehabt hätte, wäre sie nicht aufmerksamen Tierfreunden aufgefallen. Wir haben sie der Wldvogelrettung weitergeleitet, dort wird sie nun solange bleiben und mit hochwertigem Futter versorgt, bis sie durchmausert und dann wieder in die Freiheit darf. Solche Erscheinungsbilder können zwar auch bei einer Pilzerkrankung oder Virus auftreten, konnte jedoch durch den Vogeldoktor ausgeschlossen werden.

Es zeigt was für Kreise ein Eingriff in die Natur durch den Menschen ziehen kann. Vielleicht mag jeder für sich selbst entscheiden, ob Insekten, Schnecken, sog. Unkraut etc wirklich so furchtbar schlimm sind. Sie sind ja immerhin ein wichtiger Teil in einem gesunden Kreislauf der Natur. Denn nicht nur Vögel, sondern auch Igel werden uns immer wieder mit Vergiftungs-, oder Mangelerscheinungen zu uns gebracht. Bienen und Hummeln sind ebenso immens wichtig für die Bestäubung von Obstbäumen etc. Auch sie werden zunehmend verdrängt. Viel zu leichtfertig wird mit giftigen Präparaten hantiert und teilweise für jedes Tier zugänglich ausgebracht, das ist nicht nur für Wildtiere gefährlich- auch Hunde und Katzen können sich schwere Vergiftungen zuziehen. Vielleicht mag jeder Gartenbesitzer den Einsatz von Giftmischungen überdenken. Der Natur zuliebe.