Wir nehmen nochmal Stellung zu der Tatsache, dass wir Mausi gestern zu ihren Besitzern zurück gegeben haben. Uns unterstellt man verantwortungslos gehandelt zu haben. Wer uns kennt weiss, dass wir NIEMALS Tiere ins Ungewisse entlassen, auch haben wir schon öfters Tiere mit Zuhilfenahme des Veterinäramtes eingezogen, wenn wir der Meinung waren, dass eine ausreichende Versorgung nicht gesichert ist. 

Wir haben uns sehr viel Zeit genommen um diese Entscheidung zu fällen. Ich finde es sehr anmassend, über die Besitzer zu urteilen, ohne sie zu kennen. Sicher hätten sie nach den Zähnen früher schauen sollen, das verzeihen sie sich auch nicht und ist mit nichts zu entschuldigen. Sie haben inzwischen Mausi mehrfach bei uns besucht und wir haben gesehen wie Mausi auf sie reagiert hat. Mausi ist ihnen, 5 Tage bevor sie aufgefunden wurde, entwischt. Der Fundort lag 1,5 km von ihrem Zuhause entfernt. Die Suche blieb erfolgslos und sie waren sehr froh, dass wir sie aufgenommen haben. Mausi ist senil und hat sich vermutlich verlaufen, in den 5 Tagen Freiheit ist ihr Zustand auch rapide den Bach runter gegangen. 

Wir haben nach reiflicher Überlegung, strikter Absprache mit den Besitzern und telefonischen Kontakt entschieden Mausi in ihre gewohnte Umgebung zurückgegeben. Es wird NATÜRLICH weiter versucht an der Stabilität zu arbeiten. 
Wir finden es wirklich enttäuschend, wie manche Menschen urteilen, ohne die Umstände und die Menschen persönlich zu kennen. Wir sind stest ehrlich und stehen zu dieser Entscheidung, auch wenn es einige nicht nachvollziehen können, wenn wir der alten Dame Mausi in ihren vielleicht letzten Wochen ihre gewohnte Umgebung nicht nehmen wollen. 


Heute morgen wurde uns dieser Kater gebracht mit Verdacht auf Vergiftung. Er schäumte aus dem Mund. Zum Glück war er gechippt und so konnten schnell die Besitzer ermittelt werden. Das Schäumen ist wohl eine allergische Reaktion auf gestern verabreichte neue Medikamente wegen Epilepsie, die jetzt nochmal neu überdacht werden müssen. Ihm geht es soweit jetzt gut und wird gleich abgeholt. Danke an die besorgte Tierfreundin die ihn gesichert hat und zu uns gebracht hat.


Um 20.30 h wurde das jüngste Findelkind gebracht. Gerade mal etwas grösser als eine 2-Cent-Münze. Es lag neben dem toten Geschwisterchen. Fix in den Brutkasten gelegt und mit Notfallbrei versorgt und schon sind die Lebensgeister wieder geweckt. Natürlich kamen auch heute andere Findelkinder an und so konnte ich nur den Trödelstand aufbauen, bevor die Päppelkinder wieder Hunger hatten. 

Danke an Petra J. für die Betreuung des Trödelstandes in Rheindahlen. Leider war der Trödelmarkt sehr schlecht besucht. 


Zur Zeit geht es bei uns zu wie im Taubenschlag. Wildtiere und Wildvögel werden uns gebracht. Vom Igel bis zum Marder, ob Nilgans, Stockentenküken, Meisen, Amsel und Krähen. Alles findet seinen Weg zu uns. Beim Fund eines Jungtieres ist schnelles Handeln wichtig und kann das Überleben sichern. ABER Achtung ! Nicht jedes Wildtierbaby braucht auch wirklich unsere Hilfe. Jungvögel werden von den Eltern am Boden weitergefüttert und bedürfen nicht unserer Hilfe. Feldhasen werden von ihren Müttern nur kurz aufgesucht, gesäugt und dann verharren sie in einer Kuhle. Bitte VOR dem Handeln eine Wildtierhilfe kontaktieren und um Rat fragen. Ausgenommen sind natürlich verletzte Tiere. Sehr hilfreich ist ein Blick bei wildvogelhilfe.org . 

Sollten Tiere dennoch unsere Hilfe benötigen, dann wird natürlich geholfen. Wir sind in einem tollen Netzwerk engagierter Tierfreunde eingebunden und so können fast alle Tiere nach einer Erstversorgung und Kurzzeitpflege zu den spezialisierten Wildtier,- oder Wildvogelhilfen weitergeleitet werden.